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Verlobungsringe

Sie möchten die große Frage stellen?

Oder Sie haben sich bereits verlobt und möchten es jetzt der ganzen Welt zeigen?

Wahrscheinlich haben Sie sich noch nie allzu intensiv mit dem Thema Schmuck beschäftigt.

Fängt man erst mal an zu stöbern, treten alle möglichen Fragen auf: Welches Material? Wo ist der Unterschied zwischen Gelbgold, Weißgold, Platin, etc.? Was ist der Unterschied zwischen einem Brillanten und einem Diamanten? Welche Qualitätsmerkmale gibt es? …. usw. …

Mit diesem ausführlichen Leitfaden, möchte ich Ihnen mit meinem Fachwissen als Gold- und Silberschmiedemeister helfen, Ihren Weg zum richtigen Verlobungsring zu finden.


  • AquamarinRingSolitaireGelbgold
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  • BrillantRingSolitärDiamant2
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  • RingKordelGelbgoldAntrag10
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  • SafirRingVintageStle
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Grundsätzlich ist natürlich erst mal eines wichtig:

Der Ring sollte Ihnen und voraussichtlich auch Ihrer Zukünftigen gefallen. Zusätzlich zu einem ansprechenden Äußeren gibt es aber einige wichtige Details auf die man achten sollten, bzw. „Design-Fallen“ in die man besser nicht tappen sollte.


Betrachten wir erst einmal den Ring als solches:

Material

Hier ist natürlich erst mal der Geschmack und auch der Geldbeutel gefragt.

Möglich sind grundsätzlich Silber, Weißgold, Gelbgold, Roségold, Palladium und Platin.

Von Ringen in Edelstahl, Titan oder ähnlichem ist eher abzuraten, da man die Ringgröße nicht mehr ändern kann.


Die Goldlegierungen


Wie bei einem guten Essen, kommt es hier ganz entscheidend auf die Zutaten an.


Eine kurze Erklärung zum Begriff Legierung:

Eine Legierung ist ein Gemisch von mindestens zwei verschiedenen Metallen(Elementen).

Warum man überhaupt eine Legierung herstellt, kann verschiedene Gründe haben:

– Änderung der chemischen oder physikalischen Eigenschaften

– Änderung der Farbe

– Preissenkung

– u.s.w….

Grundsätzlich gilt, das jedes Element, dass in eine Legierung gemischt wird, seine Eigenschaften mit in die Legierung einbringt.

Jedoch lassen sich nicht alle Metalle miteinander zu brauchbaren Legierungen verbinden.


Gelbgold

Gold wird selten als reines, pures „Feingold“ verwendet.

Das hat zum einem den Grund, dass Feingold relativ weich ist, und für Schmuckstücke die wirklich getragen werden sollen, kaum geeignet ist, zum anderen ist es nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch eine Frage des Geschmacks, denn mit Hilfe der Zusatzmetalle in einer Goldlegierung, kann man den Farbton beeinflussen.


Fakt ist: Gold, das Element und reine Metall, ist immer gelb!

Es gibt KEIN weißes, graues oder rotes Gold!


Eine Gelbgold-Legierung ist eine Legierung, die in der Regel aus Gold, Silber und Kupfer bestehen sollte.

Diese Mischung soll den natürlichen goldenen Farbton des Goldes weitestgehend erhalten.

Daher bestehen die Legierungspartner aus dem hellen Silber und dem roten Kupfer.

Kupfer und Gold sind übrigens die einzigen nicht-grauen Metalle!

Zusätze wie Zinn statt Silber haben in Goldschmuck nichts zu suchen!

Zinn ist ein unedles Metall und kann aggressiv mit der Haut reagieren.

Außerdem führt es zur Versprödung des Materials und kann Reparaturen oder Änderungen nahezu unmöglich machen.


Weißgold

Weißgold ist natürlich kein „weißes Gold“, sondern eine Gold-Legierung.

Weißgold ist eine Art Newcomer in der Schmuckbranche und wird erst seit ca. 100 Jahren verwendet.

Es wurde ursprünglich als preiswertere Platin Alternative entwickelt, als Platin in der Zeit des Art Déco in Mode kam.

Weißgold sollte idealer Weise eine Legierung aus Gold, Palladium und Silber sein (also nur Edelmetalle!)

Das Palladium dient als „Weißmacher“. Es hat so eine starke Wirkung, das der goldene Farbton des Goldes weites gehend „geschluckt“ wird, dazu sollte es einen Anteil von mind. 15% haben.

Palladiumweißgold hat ein platinähnliches Grau, oxidiert nicht und ist sehr zäh.

Erste Weißgoldlegierungen wurden, wegen des hohen Schmelzpunktes des Palladiums, mit Nickel legiert. Das ist heute nicht mehr notwendig.

Leider gibt es immer noch einige schwarze Schafe, die statt Palladium Nickel oder Mangan als Zusatzmetalle verwenden.

Diese Metalle könne aber nicht nur Allergien hervorrufen, sondern werten die Legierung, und damit das ganze Schmuckstück ab.


Bei keiner anderen Gold-Legierung gibt es solch eine Bandbreite an verschiedenen Legierungs-Zusammensetzungen, wie beim Weißgold.

Meine Erfahrung durch Reparaturen von Fremdware zeigt es immer wieder: die meisten sogenannten „Weißgold“-Schmuckstücke haben unter ihrer Rhodium-Schicht nur eine mäßig attraktive, schmutzig-gelbe Farbe. Das ist sehr bedauerlich für den Kunden, denn ist die Rhodium-Schicht einmal abgetragen, kommt der wahre Kern zum Vorschein. Natürlich kann man eine Rhodium-Schicht erneuern, aber das ist häufig sehr kostspielig.

Möchte man ein dauerhaft schönes Schmuckstück, ohne Folgekosten, sollte man unbedingt immer Palladiumweißgold nehmen!

Bei Weißgold kommt es darum umso mehr darauf an zu Fragen, welche Zusatzmetalle in der Legierung enthalten sind!


Rosé- und Rotgold

Roségold besteht aus Gold, Kupfer und Silber.

Es enthält etwas mehr Kupfer als Silber und hat einen warmen, leicht ins rötliche changierenden Goldton.

Roségoldlegierungen haben nahezu die selben Eigenschaften wie Gelbgoldlegierungen.

Vorsichtig sollte man jedoch bei „richtig“ roten Rotgoldlegierungen sein: der Kupferanteil ist hier deutlich höher und es neigt dadurch zum Anlaufen.


Grüngold

Grüngold ist eher eine Randerscheinung.

Es besteht nur aus Gold (Feingold) und Silber (Feinsilber) und ist damit sehr hochwertig.

Es hat einen interessanten hellgrünlichen Farbton, der irgendwo zwischen Gold und Silber liegt und besonders auf der Haut getragen wunderbar strahlt.

Den interessantesten Farbton hat 585/-Grüngold (14kt.).

Der Nachteil ist, dass es sehr weich ist!

Traditionell wurde Grüngold z.B. in Grandl-Schmuck verarbeitet, um Blätter darzustellen.

Grüngold ist eine interessante Alternative für Menschen die unter einer Kupferallergie leiden, da es nur aus den beiden reinen Edelmetallen Gold und Silber besteht.


Platin

Platin ist ein echter „Newcomer“ – erst seit etwas über hundert Jahren wird es tatsächlich zu Schmuck verarbeitet.

Zwar gibt es Funde aus Ägypten und Südamerika die zeigen das Platin schon lange bekannt ist, aber aufgrund des hohen Schmelzpunktes konnte es nie richtig verarbeitet werden. Es wurde in seinen Urzustand geschmiedet und mit anderen Metallen zusammen verarbeitet.

Durch die Spanier die das Platin bei den Azteken kennen gelernt haben, kam es erstmals in größeren Mengen nach Europa, wobei die Spanier es abfällig als „Silberchen“ (Platina) bezeichnet haben, da sie mit dem raren Metall, das nicht zu verarbeiten war, einfach nichts anfangen konnten.

Naja, bis auf einige Schlitzohren, die Gold-Münzen mit vergoldeten Platin-Münzen fälschten – heute eher eine belustigende Vorstellung.

Eine Zeit lang wurde sogar überlegt, alles Platin im Atlantik zu versenken, um diesen Betrügereien ein Ende zu machen!

Da würden sich heute sicher einige Taucher auf den Weg machen!

So verschwand aber das Platin lange aus dem Bewusstsein.

Bis neue Methoden bei der Verarbeitung Ende des 19.Jhd. dazu führten, dass man Platin endlich verarbeiten konnte.

Platin ist ein seltenes Metall mit sehr vielen interessanten Eigenschaften:

    - es ist antiallergen.

    - es hat eine sehr hohe Dichte, ist also sehr schwer.

    - es hat eine relativ hohe Härte, wobei man hier unbedingt die Härte nach Brinell und nach Mohs unterscheiden muss, da oft fälschlicherweise ein Eindruck von „Unzerstörbarkeit“ des Platins entsteht.

    - es hat eine hohe Widerstandskraft gegen chemische Einflüsse.

Die Seltenheit des Platins, die Tatsache das es sehr aufwendig zu verarbeiten ist und die hohe Dichte (ein Schmuckstück in Platin ist deutlich schwerer als z.B. in Gold) führt dazu das Platinschmuck relativ kostspielig ist.

Platin wird mit 950/- Anteilen zusammen mit Kupfer und Palladium legiert.

Aber Achtung: Auch hier gibt es hartnäckige Gerüchte! „Platin verkrazt nicht“ heißt es immer wieder… das stimmt schlicht weg einfach nicht!

Richtig ist, das es kratzfester ist als Gold oder Silberlegierungen. Wenn man ein Platin-Schmuckstück viel oder vielleicht sogar täglich trägt, wird es trotzdem im Laufe der Zeit Tragespuren bekommen.


Palladium

Palladium ist ein Metall, das 46. Element im Periodensystem und gehört zu der Gruppe der Platinmetalle.

Wie Platin und Weißgold ist es absolut ein „Newcomer“ im Schmuck, da es auch erst seit ca. 10 Jahren verwendet wird.

Es ist nicht so selten wie Platin, steht ihm aber in vielen anderen Eigenschaften in nichts nach:

   - es ist antiallergen.

    - es ist sehr Hart, wobei auch hier nach Brinell und Mohs unterschieden werden muss.

    - es ist ebenso chemisch resistent.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Metallen ist wohl ihre Dichte: Palladium ist deutlich leichter als Platin.

Deshalb ist Palladium eine schöne alternative zum Platin, da es die gute Eigenschaften hat, aber wesentlich Preisgünstiger ist. Nur eben so selten ist es nicht.

Palladium wird in der Regel mit 950/- Anteilen oder auch mit 585/- oder 500/- Anteilen, mit Silber und Kupfer legiert.

Palladium wird in hochwertigen Weißgoldlegierungen als „Weißmacher“ verwendet.

Ich bin ein großer Fan von Palladium, da es so wunderbare Eigenschaften hat und Preislich sehr attraktiv ist. (Auch wenn der Preis in den letzten Monaten sehr gestiegen ist - eine Auswirkung der Abgas-Skandale: Palladium wird in Katalysatoren benötigt, die nun überall Nachgerüstet werden.)

Es ist auch eine schöne Alternative zu Weißgold.



Silber

Silber hat von allen Metallen des hellsten Farbton!

Es ist leicht zu schmieden und wird daher, wie Gold, schon seit vielen Jahrtausenden verarbeitet.

Nun muss ich gleich mal mit ein Paar Mythen Aufräumen: Nickel, Allergien und Anlaufen!

Denn obwohl Silber seit so langer Zeit verwendet wird, halten sich manche Mythen sehr hartnäckig!

1. Anlaufen

Immer wieder höre ich Sätze wie: „Aber das ist doch Sterling Silber, das darf doch nicht anlaufen!“….

Hm… doch.

Also, Fakt ist: Silber läuft an!

Immer. Irgendwann. Unter bestimmten Umständen.


Da ist uns Goldschmieden in den letzten 7 Tausend Jahre kein großer Coup gelungen, das zu verhindern. Und glaubt mir: wir müssen auch putzen!

Die Frage ist, wie schlimm das ist?! Denn schließlich muss ich einen Mantel ja auch mal in die Reinigung bringen?!

Was passiert beim Anlaufen?

Das Silber reagiert mit Schwefel in der Luft oder im Hautschweiß, oxidiert und verfärbt sich dunkel.

Silberschmuck der getragen wird, läuft in der Regel nicht so schnell an, da hier stets ein leichter Abrieb ist.

Bei manchen Trägern, kann es sein, dass Silberschmuck sich beim Tragen hingegen sehr stark verfärbt. Das liegt am Schwefelgehalt des Hautschweiß. Dieser kann durch bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente o.ä. erhöht sein.


2. Nickel und Silber:

Silber und Nickel lassen sich nicht legieren! D.h. es ist niemals Nickel IN einer Silberlegierung enthalten!

Leider hat man früher (und manch schwarzes Schaf in der Industrie macht es auch heute noch), Silberstücke mit Nickel überzogen, um es vor Anlaufen zu schützen.

Dieses Verfahren ist heute eher unüblich.

Sie können also auch mit einer Nickel-Allergie, bedenkenlos Silberschmuck tragen, wenn dieser nicht mit einer Nickel-Schicht überzogen wurde.


3. Silberallergien

Eine „echte“ Silber-Allergie ist sehr, sehr selten!

Silber wird sogar in der Medizin häufig verwendet, da es als Silberionen antibakterielle Eigenschaften hat.

Solltest Du beim Tragen von Silberschmuck eine Reaktion der Haut bestellen, liegt dass häufig entweder an einem künstlichen Anlaufschutz auf dem Schmuck, oder an Deiner Haut-Chemie (s.o.).

Manchmal kann es auch hier an den Zusatzmetallen liegen.

Normalerweise sollte Silber nur mit Kupfer legiert werden.

Schon dass kann aber bei Menschen mit einer Kupferallergie problematisch sein.

In industriellen Billig-Waren wird dann oft auch noch am falschen Fleck gespart: Statt Kupfer wird hier manchmal Zinn verwendet. Zinn ist sehr unedel und kann auf der Haut sehr aggressiv reagieren.


Wow!

Das hört sich alles erst mal ganz schön nach Problemen an, oder?

Jetzt muss ich aber noch ein gutes Wort einlegen für das Silber!

Silber ist ein wunderbares Edelmetall, es ist gut zum Verarbeiten und es hat eine einzigartige Farbe (selbst wenn es angelaufen ist, kann dieser „Antik-Look“ sehr reizvoll sein!).

Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch der attraktive Preis! Silber ist das Erschwinglichste der Edelmetalle und erlaubt auch mal etwas mehr Materialaufwand.


Gerade bei kleinem Budget, kann es absolut sinnvoller sein, einen anständigen, massiven Silberring zu wählen, als einen zu fipsigen Weißgoldring, der nach vier Wochen auseinanderfällt.


Ringform/ Design:

Nach dem wir uns nun ausführlich mit den Metallen beschäftigt haben, wenden wir uns nun wieder dem eigentlichen Ring zu.

Auch hier ist in erster Linie der persönliche Geschmack gefragt : Breit. Schmal. Mit Stein. Ohne Stein. Stein in der Ringschiene eingefasst. Stein in aufgesetzter Fassung, etc……

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und auch wenn uns Hollywood und die großen Juweliere einreden wollen wie ein Verlobungsring auszusehen hat: Regeln gibt es keine.

Außer einer: Der Ring sollte tragbar sein. So banal wie sich das anhört: der Ring sollte für den Finger konzipiert sein, nicht für’s Foto!

Gerade im Moment sind super-zarte Schmuckstücke sehr in Mode. Das sieht auf dem Foto auch alles ganz nett aus, und ist für ein Fashion-Accessoire auch möglicherweise in Ordnung, aber ein Verlobungsring, den man wirklich tragen soll, sollte nicht zu zerbrechlich sein.

Auch ein alltagstauglicher Ring, kann filigran sein, aber er sollte immer noch mit gesundem Menschenverstand gearbeitet sein, und nicht nur nach dem Trend.

Denken Sie immer daran was so ein Ring in seinem Leben alles mitmachen muss! Versuchen Sie sich nur einmal vorzustellen wie oft am Tag er in Taschen gestopft, durch Mantelärmel gezogen, mit Tischen, Türen und Griffen kollidiert oder in Handtaschen wühlen muss!


Schauen wir uns dazu die verschiedenen Möglichkeiten an, einen oder mehrere Steine in einem Ring zu verarbeiten:


Fassung/Fassungsarten:         

Eingeriebner/eingesetzter Stein:

der Stein wird direkt in den Ring eingefasst. Das ist absolut alltagstauglich.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das i.d.R. nur bei kleineren Steinen möglich ist, da der Stein ja, samt Unterkörper im Ring „verschwindet“. Je größer der Stein, desto dicker muss also der Ring werden.

Für schlichte Ringe mit einem einzelnen oder mehreren kleinen Steinen, ist es eine schöne, empfehlenswerte Fassungsform, da der Stein rundherum sicher vom Metall umschlossen ist.


Sollten Sie mit einem sogenannten Memoire-Ring liebäugeln, empfehle ich grundsätzlich den Ring maximal bis zur Hälfte mit Steinen auszulassen, da es bei einem rundherum ausgefassten Ring, so gut wie unmöglich ist, die Ringgröße zu ändern.


Spannringe:

bei Spannringen wird der Stein zwischen die offene Ringschiene „geklemmt“. Ein „echter“ Spannring, bei dem der Stein nur aufgrund der Spannung im Ring gehalten wird, ist nicht empfehlenswert, da der Stein im Alltag zu leicht aus dem Ring „heraus gehebelt“ wird. Wenn man sich für einen Ring in Spannringoptik entscheidet, sollte man darauf achten, das unter dem Stein eine kleine Fassung als Verbindung  zwischen der Ringschiene angebracht ist, diese also nicht ganz offen ist. So hat der Stein etwas zusätzlichen Halt.

Unbedingt ist darauf zu achten, dass der Stein etwas schmaler als der Ring ist und nicht an den Seiten übersteht.

Damit der Ring den Stein halten kann, muss er außerdem etwas höher als der Stein sein. Daher ist auch hier ratsam, eher einen kleineren Stein zu nehmen, da die Materialstärke des Rings sonst sehr unbequem für den Träger sein wird.


Krappenfassungen:

Sie sind für viele der Inbegriff des Verlobungsringes!

Leider haben die kleinen „Krönchen-Fassungen“ ein paar Tücken:

zum einen sind sie nicht sehr sicher, denn schließlich sind es nur ein paar kleine Drähtchen, die die schwere Aufgabe haben, den Stein sicher durch den Alltag zu bringen.

Leider kann man an den kleinen Stotzen leicht hängen bleiben und sich so nicht nur Kleidung o.ä. beschädigen, sondern schlimmstenfalls sogar den Stein verlieren. Außerdem wirkt der Stein in einer Krappenfassung kleiner, als in einer geschlossenen Fassung. (Ja! Wirklich! Kein Scheiß!)


Zargenfassung:

Zargenfassungen sind rundum geschlossene Fassungen.

Sie sind absolut alltagstauglich und können auch einen schönen „Krönchen“-Effekt haben.

Es stimmt übrigens auch nicht, das der Stein in einer Krappen-Fassung mehr Licht bekommt. Das stimmt natürlich schon irgendwie, aber es nützt ihm nicht viel, denn: Steine sind so geschliffen, dass das Licht das von oben herein fällt, auch wieder nach oben heraus reflektiert wird.

An dieser Stelle möchte ich auch gleich mit einem weiteren Mythos aufräumen:    

-     Fassungen haben (unten) Öffnungen, damit mehr Licht an den Stein kommt.    

Falsch! Denn dann würde der Stein ja anders ausschauen, wenn man den Ring an den Finger steckt!

Steine sind so geschliffen, dass das Licht das von oben herein fällt, auch wieder nach oben heraus reflektiert wird.

Das kleine Löchlein am Boden hat einen viel praktischeren Grund: es dient zur  Reinigung!

Beim polieren, und später im Laufe der Zeit beim Tragen, sammelt sich Schmutz in der Fassung an. Auch bei einer geschlossenen Fassung kriecht im Laufe der Zeit Schmutz hinter die Fassung. Wäre diese komplett „dicht“, wäre der Schmutz kaum wieder heraus zu bringen. Durch die kleine Öffnung ist das aber kein Problem.


Der Edelstein

Diamant

Ein paar Fakten zum Diamant:

Asher Cut Diamond - Paul BergAsher Cut Diamant (Foto:Paul Berg)

Der Diamant besteht aus Kohlenstoff der in der intermagmatischen Phase in der Erdkruste durch extrem hohe Temperaturen und extrem hohen Druck kristallisiert ist. Er ist das Härteste bekannte Material* (auf der Mohschen Ritzhärteskala) und damit natürlich absolut alltagstauglich.

*(ich habe von einer Schnecke gehört, deren Zähne härter sein sollen als Diamant, aber ich habe da noch nicht näher recherchiert und weis auch nicht ob das hier so wichtig ist?)

Der Diamant ist der natürliche Edelstein mit der am eindeutigsten Definierten Qualitäts-Graduierung.

Der Vorteil ist, dass es den Vergleich für Sie als Kunden sehr einfach macht.

Der Nachteil, dass dieser wunderschöne Edelstein fast nur noch in Standard-Schliffen angeboten wird, und damit irgendwie einer wie der andere ausschaut.

Die Kriterien sind die sogenannten „5 C“

1.     Clarity: der Reinheitsgrad

bezieht sich auf sichtbare Einschlüsse bei 10facher Vergrößerung:

Nanette Cut DiamondDiamant im Navette (Marquise) Schliff (Foto: Paul Berg)

if = internal flawless = lupenrein

vvsi= very, very, small inclusions

vsi= very small inclusions

si= small inclusions

Piquee I = mit bloßem Auge erkennbare, kleine Einschlüsse

Piquee II = mit bloßem Auge erkennbare Einschlüsse

Piquee III = mit bloßen Auge erkennbare große Einschlüsse


2.  Color: die Farbe

River (D/E) = hochfeines Weiß

Top Wesselton (F/G) = feines Weiß

Wesselton (H) = Weiß

Fancy Color DiamondFancy Color Diamant (Foto: Paul Berg)

Top Crystal (I) = leicht getöntes Weiß

Crystal (J) = getöntes weiß

Yellow I (K/L) = leichter Gelbstich

Yellow II (M-Z) = Gelbstich


Dann gibt es auch noch die sogenannten „Fancy-Colors“. Das sind farbige Diamanten, z.B. rosa, champagner, blau, grün, gelb, etc….  Diese müssen aber deutlich aus der Entfernung als farbig erkennbar sein.



3. Cut: der Schliff

Die Häufigste Schilffform für Diamanten ist der Brillantschliff.

Der Brillantschliff ist ein genormter, runder Schliff mit 56 Facetten.  Aber natürlich kann man den Diamanten auch in allen Möglichen anderen Formen erhalten, wie z.B. im Princesscut, Emerald- oder Asshercut, Navette, Herz, Tropfen oder in freien Fantasie-Schliffen.


4. Carat: das Gewicht

die Größe wird als Gewicht in Carat angegeben. Carat ist eine Uralte Gewichtseinheit und bezieht sich auf die Samen des Johannisbrot-Baumes. Ein Carat entspricht 0,2g.


5. Confidence: Vertrauen

Gilt für konfliktfreie Diamanten aus zertifizierten Quellen.

Das ist zum einen eine Frage der Herkunft, zum anderen eine Frage der Weiterverarbeitung.

Möglicherweise kostet ein Stein aus einer Vertrauenswürdigen Quelle ein paar Euro mehr, aber dafür kann man auch sicher sein keine Kinderarbeit oder an sogenannte „Blutdiamanten“ zu geraten.

Diamanten sind die beliebtesten Edelsteine für Verlobungsringe, aber es muss nicht immer der weiße Brillant sein. Es gibt Diamanten in vielen wunderbaren Schliffen und auch die „Fancy“-Colors können umwerfend schön sein!


Diamant-Zertifikate

Oft werden Diamant-Schmuckstücke mit Zertifikaten angeboten.

Da gibt es GIA, IDC, CIBJO, ….

Aber was bedeutet das eigentlich?

Wie oben schon erwähnt, ist der Diamant der natürliche Edelstein mit den am eindeutigsten Definierten Qualitäts-Graduierungen.

Diese Kriterien haben sich im Laufe der Zeit herausgebildet, und irgendwann haben sich verschiedene Organisationen hingesetzt und bestimmte Maßstäbe für die Graduierung festgelegt.

GIA Zertifikat DiamantMonitor zur Graduierung (Foto:Paul Berg)

Das heißt, z.B. ein GIA-Zertifikat ist ein Zertifikat, dass nach den Regeln des Gemmological Institut of America erstellt wurde, oder ein IDC-Zertifikat wurde nach den Regeln des International Diamond Council erstellt.

Es heißt aber nicht, dass das Zertifikat von diesen Institutionen erstellt wurde!


In der Regel sind es die Diamanthändler die ein Zertifikat erstellen.

Manche Schmuck-Produzenten haben jedoch auch ihre eigenen Diamant-Graduierer angestellt.


Beim erstellen eines Zertifikats wird sozusagen ein „Personalausweis“ für den einzelnen Stein erstellt.

Der Stein wird auf die oben aufgeführten Kriterien hin untersucht, Farbe und Schliff mit der Norm verglichen und Einschlüsse aufgezeichnet.

Die Erstellung eines Zertifikats, wenn es richtig gemacht wird, ist sehr aufwendig und lohnt sich nur bei größeren Steinen (ab. ca. 0,25ct.)

Natürlich gibt es auch übergeordnete Institute die völlig unabhängig Edelsteine jeder Art begutachten und graduieren.

Dies ist aber mit relativ hohen Kosten verbunden und macht daher nur bei wirklich wertvollen Edelsteinen überhaupt Sinn.

Vertrauen ist eine ganz wichtige Grundlage in der Schmuckbranche.

Als Goldschmied arbeite ich nur mit vertrauenswürdigen, kleinen Händlern zusammen.

Ich möchte wissen, wo die Steine herkommen, wer sie bearbeitet und graduiert.


Denken Sie immer daran: bei einem Zertifikat kommt es darauf an, wer es ausstellt!


Aber natürlich hat Mutter Natur mehr zu bieten als den Diamanten: Es gibt unzählbar viele schöne Edelsteine!


Saphir, Rubin, Aquamarin, Spinell, …. die Palette ist riesig und bietet tausendundeine Möglichkeit!

Auch hier ist es aber entscheidend auf die Alltagstauglichkeit zu achten: Perlen, Bernstein oder Koralle zum Beispiel wären zu weich für einen Ring, der viel getragen werden soll.




Saphir

Der Saphir ist nach dem Diamanten der härteste Edelstein und gehört neben dem Rubin und Smaragd zur den beliebtesten Farbedelsteinen.

Bekannt ist sein blauer Farbton, Saphire in bester Qualität gibt es jedoch in allen Farben des Regenbogens!

Besonders beliebt in helleren Pastellfarben ist neben blau auch gelb und pink sowie weiße Saphire.

Als Korund ist er durch seine Härte ideal für den Alltagsgebrauch. Saphire in bester Qualität sind selten, durch ihren Wert werden sie gerne zur Verlobung geschenkt und über Generationen weitergegeben. Der Saphir überzeugt durch seine wunderschöne Farbpracht und Einzigartigkeit.

Ich beziehe Saphire aus Nachhaltigem und Fairen Abbau direkt von CEYLONS MUNICH.

Was ich an CEYLONS MUNICH schätze, ist ihre direkte, transparente und vertrauenswürdige Wertschöpfungskette. Rohsteine direkt aus eigenen Minen, eigene Schleifer mit höchstem Qualitätsanspruch und vertrauensvoller Partner vor Ort in München.

Die gesamte Lieferkette ist in einer Hand mit mehrfachen Qualitätskontrollen und bietet daher höchste Sicherheit und Verlässlichkeit.

Fairer Handel ist sehr wichtig, die Minen sind auf Nachhaltigkeit und ökologischen Abbau zertifiziert und sie setzen sich durch beste Arbeitsbedingungen und faire Löhne für die Menschen in Sri Lanka ein.


Fazit:


     -     Egal wie groß Ihr Geldbeutel ist: achten Sie auf Qualität und gute Verarbeitung!

Es ist besser einen massiven Silberring zu kaufen, als einen fipsigen Weißgoldring der nach einem Jahr auseinander fällt.


     -     Ein Diamant ist eine gute Wahl, aber kein Muss! Warum nicht einen wunderschönen Edelstein in der Lieblingsfarbe Ihrer Liebsten wählen?


     -     Lassen Sie sich inspirieren von der Vielzahl der Schliffformen!


So bekommen Sie einen zauberhaften, einzigartigen Ring für eine einzigartige Frau!





Service den ein guter Verlobungsring-Hersteller bieten sollte:


     -     Beratung: ein guter Fachmann sollte sich genügend Zeit für Sie nehmen und alle Ihre Fragen beantworten können.


     -     Ringgröße ändern: das Anpassen der Ringgröße nach dem Antrag sollte inklusive sein. Ideal wäre natürlich, wenn der Ring gleich passen würde. Sollten Sie die genaue Größe aber nicht kennen, nehmen Sie den Ring lieber etwas größer. Dann geht er im Entscheidenen Moment über den Finger, und es ist viel schmeichelhafter für die Dame.


Wie finde ich die richtige Ringgröße heraus?

Ideal wäre es, wenn Sie einen passenden Ring stibitzen könnten.

Sollte das nicht klappen, versuchen Sie so genau wie möglich, am besten mit einer Schieblehre, den Innendurchmesser eines passenden Ringes auszumessen.

Eine nachträgliche Ringgrößenänderung sollte aber immer möglich sein, und idealerweise gratis.

Fragen Sie unbedingt vor dem Kauf, was passiert, wenn der Ring nicht passen sollte!

Richtig passen tut ein Ring, wenn man beim abziehen einen leichten Widerstand spürt.

Der Ring sollte nicht einschneiden, aber auch nicht zu leicht herunter gehen.



Noch Fragen?

Wir beantworten sie gerne!

Rufen Sie uns an: 089 45 81 50 40

Schreiben Sie uns eine Email: munich@arntz.global  (Beachten Sie unsere Datenschutzhinweise)

Oder kommen Sie zu einem persönlichen, unverbindlichen Beratungsgespräch bei uns vorbei:

Mo-Sa: 10-20 h , auch ohne Termin!